Samstag, 26. November 2011

Etwas zum Schmunzeln



Sprachverwirrung…

…ist das Ergebnis von zu vielen Sprachen in einem armen, kleinen Hirn. Und so werden Sprachen lustig durcheinander gemischt und die ausgesprochenen Sätze muten manchmal etwas sonderbar an. Hier eine kleine Kostprobe: „Voce go by bus?“ - sollte eigentlich auf Englisch heißen: Fährst du mit dem Bus? Dumm nur, dass Miriam das englische „you“ mit dem portugiesischen „voce“ ersetzte und die Frage zudem nach portugiesischer Manier einleitete. Ein allgemeiner Lacher war die Folge, zumal Miriam nicht einmal bemerkte, dass sie die Sprachen mischte. Nett war auch “Was get‘st du?“ – sollte eigentlich mal ein deutscher Satz werden und heißen: „Was bekommst du?“ Aber was will man auch erwarten, wenn man miteinander Deutsch redet, mit den Kindern und Mitarbeitern Portugiesisch und der Portugiesisch-Unterricht auf Englisch stattfindet… J Ihr seht wir lachen viel und haben jede Menge Spass –auch beim Portugiesisch-lernen.

Unsere neue Stärke: Improvisation

Wenn man etwas nicht so bekommen kann, wie man es eigentlich bräuchte, dann muss man sich etwas einfallen lassen. Was das anbelangt sind wir sehr kreativ geworden. Unsere alte Duschfunktion haben wir euch ja schon vorgestellt. Unser Herd ist ebenfalls sehr eigenwillig. Da unser Gas sich in der Brennstärke nicht variieren lässt, variieren wir eben, indem wir die Töpfe mal mehr und mal weniger aufs Gas stellen – man ist ja kreativ! Oder hat beispielsweise jemand von euch schon einmal sein Eisfach mit Hammer und Messer bearbeitet, um an die eingefrorenen Köstlichkeiten zu gelangen? Nicht??? Hm, ihr habt echt was verpasst – der Begriff Nahrungssuche bekommt hier eine ganz neue Bedeutung. Macht man sich doch in einem völlig zugeeisten Eisfach auf die Suche nach den Lebensmitteln. Steife Finger und die Erkenntnis, dass man mit einem Topf kochenden Wassers auch ein Eisfach abtauen kann, waren die Folge. Nach einer halben Stunde hatten wir zumindest unser Fleisch gefunden… .

 

Downtown im strömenden Regen

Zweieinhalb Stunden manövrierte uns Christian durch den sich langsam fortschlängelnden Strom der Autos im Großstadtjungel von Sao Paulo, bevor wir die Innenstadt erreichten. Wo könnte Ich innerhalb von zweieinhalb Stunden von Erfurt aus nicht überall sein? Zeit und Distanz bekommen hier recht schnell eine andere Bedeutung. Kaum stiegen wir aus dem Auto aus, begannen sich die Schleusen des Himmels zu öffnen, als wenn unser Vater uns dran erinnern wollte, dass, trotz der sommerlichen 26-28 Grad, gerade Regenzeit ist. So folgten wir einem bald triefend nassen Christian durch die Innenstadt (Er hatte sich Regensachen mitgenommen, die sich jedoch als undicht erwiesen), während wir uns unter unserem Regenschirm aneinanderschmiegten. Unser Großstadtbummel führte uns unter anderem auch in die christliche Einkaufsmeile. Dort bekommt man alles was irgendwie mit dem Glauben zu tun hat: Cd`s, DVD`s, Bücher, T-Shirts, Anzüge und Krawatten für den Pastor, Röcke für die Pastorenfrau, abgepackten und geweihten Abendmahlswein, Kanzeln und sogar Kirchenbänke und Taufbecken.  Dazu sollte ich hier noch erwähnen, dass es in Brasilien keine Voraussetzungen für den Beruf des Pastors gibt. Wer immer will kann sich ein paar Stühle in die Garage stellen und eine Gemeinde gründen, und genau das gibt es hier auch zuhauf. Neben unseren Weihnachtseinkäufen kauften wir hier auch drei CD´s, unter anderem eine von Rich Mullins (Jesus Project). Wieder zu Hause angekommen war es gerade diese CD, die uns den Tag und unseren Besuch der Innenstadt zu etwas ganz Besonderem machte, da sie uns die Leidenschaft, die Rich für Gott hatte vor Augen führte und uns herausforderte, uns selber wieder mehr nach dieser Leidenschaft für Gott auszustrecken.

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